Skin
Skin & die frühen Jahre
Wer erinnert sich noch an diesen merkwürdigen Song aus dem Jahre 1996, in dem Leute mit verzerrten Gesichtern wie betäubt auf Doppelbetten fallen und ansonsten scheinbar sinnloses Beiwerk zu einem ebenso sinnlosen Musikclip sind? Als (Spät-)Sommerhit taugte er gar nicht und war doch so bekannt. Schon die etwas leiernde Melodie sowie das recht unmelodische und untanzbare Zwischenstück im zweiten Teil des Titels verhinderten einen Durchbruch in den Tanzlokalen. Dazu kam diese melancholisch-sonore Stimme der Sängerin. Und trotzdem war und ist das Lied ein kleiner Ohrwurm. Genau, Hedonism hieß er und Interpret war die bis dato unbekannte Band Skunk Anansie.
Dem Insider wird sofort einfallen, dass die Band um Frontfrau Skin bereits wenige Monate vorher den Track Weak veröffentlichte und bei MTV dazu ein Video rauf und runter lief. Allerdings blieb der wenig beachtet, im Gegensatz zum eigentlichen Durchbruchs-Hit Hedonism. Aber damit wir nichts überspringen oder durcheinanderkommen, der Reihe nach: Das Debüalbum der Band heißt Paranoid & Sunburnt, und aus diesem stammt Weak. Der Song Hedonism ist bereits eine Auskopplung aus dem zweiten Album namens Stoosh.
Irgendwann in dieser Zeit hat es auch bei mir klick gemacht und ich fühlte, dass hier etwas Besonderes im Anmarsch war. Diese zierliche Frau mit einer so gewaltigen Stimme, wie man sie nie zuvor gehört hatte. Wie sie im Video zu Weak (welches Gerüchten zu Folge auf dem Parkplatz eines Supermarktes in Ermangelung besserer und bezahlbarer Locations entstand) auf dem rauen Asphalt sang und tanzte, immer Gefahr laufend, sich den kahlrasierten Kopf am Boden zu verletzen, dazu die großartigen Drums von Schlagzeuger Mark Richardson, war rückwirkend betrachtet einfach überwältigend.
Und eben wegen seiner kraftvollen Melodie und des ebenbürtigen Gesangs ist Weak auch das Highlight dieser CD. Weitere bemerkenswerte Tracks auf der Scheibe sind Selling Jesus, Intellectualize My Blackness und I Can Dream. Etwas unausgereifter und "trashiger" wirken auf mich dagegen die Titel Little Baby Swastikkka und 100 Ways To Be A Good Girl. Überhaupt ist die gesamte Scheibe, besonders im Vergleich zu den beiden nachfolgenden LP´s, noch deutlich roher und mit weniger Raffinesse arrangiert, trotz oder gerade wegen der oben genannten unumstößlich guten Songs. Paranoid & Sunburnt ist in meinen Augen noch ursprünglicher Rock, der mehr den Inhalt und die Botschaft der Lieder, als musikalische Harmonien und kommerzielle Interessen verfolgt. Vermutlich auch deswegen wurde die CD in den Plattenläden in die Alternative/Independence-Ecke einsortiert. Später erfolgte dann die Eingliederung in die genretypisch gitarrenlastige Sparte.
Dass nun ausgerechnet Hedonism aus dem zweiten Album Stoosh der Band zum großen Erfolg
(Platz 12 der deutschen Single-Charts im Juni 1997) verhalf, ist etwas merkwürdig. Denn er ist unkonventionell, extravagant und auf seine spezielle Art melodisch.
Skins Stimme ist eindringlich und unverwechselbar, bisweilen fast penetrant. Und genau das ist der Punkt, der Song geht schnell ins Ohr,
so oder so. Einige fanden ihn schrecklich, viele andere einfach nur genial. Diese deutliche Unterscheidung von den zu diesem Zeitpunkt in den gängigen Musikmedien
vorherrschenden Gesangsdarbietungen war vermutlich der entscheidende Vorteil, der zum Erfolg führte.
Mich jedenfalls hat dieses Lied zum Kauf beider CD's bewogen und ich war überrascht, welchen Tiefgang die Scheiben nach mehrmaligem Hören erreichen. Erwähnenswerte Titel
sind Infidelity,
She's my heroine und
Twisted, wobei man beim Rest getrost von durchweg guten Songs sprechen kann.
Einen besonderen Stellenwert erreicht das Stück
Brazen, das durch den unterstützenden Einsatz klassischer Musikinstrumente
in Kombination mit der gewaltigen Skin-Stimme einen Druck, eine Dramatik und Spannung erfährt, die sich im Refrain gewitterartig entlädt. Dieses Kunststück haben die
Skunks nur selten wieder geschafft. Abgerundet durch das Video ein absolut geniales Musikstück und der ultimative Skunk-Hit.
Die große Zeit
Sehnsuchtsvoll hab ich das lange angekündigte dritte Album erwartet, aber die Band ließ sich Zeit. Zwischenzeitlich war Skin noch für ein Projekt mit Maxim von Prodigy unterwegs. Das Ergebnis hieß dann Carmen Queasy und konnte sich sehen, respektive hören lassen. Dass Skin außerdem noch kurz als Gastsängerin bei Sevendust für den Song Lickin' Cream auftrat, ist sicher damit zu erklären, dass diese Formation als Vorgruppe der 1999er Skunk-Anansie-Tournee fungierte. Ich habe sie damals das erste Mal live gesehen und es war einfach überwältigend, was die Band und insbesondere ihre Frontfrau da zwei Stunden auf der Bühne ablieferten. Selbst meine Begleiterin, eine erfahrene Rockkonzertgängerin, war schwer beeindruckt.
Im selben Jahr (1999) war es dann endlich so weit und das dritte Album Post Orgasmic Chill erschien. Ich war beim Anhören der Demo-CD im Musikladen sofort fasziniert, besonders von dem schrägen Intro des ersten Titels Charlie Big Potatoe, der ja damit schließlich die CD einleitet. Ich bin bis heute fest davon überzeugt (bis mir jemand das Gegenteil beweist), dass bei diesem Intro die Prodigy-Leute ihre Finger im Spiel hatten, quasi als Revanche für den Song Carmen Queasy. Diese Scheibe ist nun deutlich leiser, melodischer und stimmiger als die Vorgänger. Hier ist richtig Abwechslung in den Titeln, die die Vielfältigkeit der Gruppe beweist, andererseits bilden die Tracks auch in ihrer gewählten Anordnung ein stimmiges Gesamtbild. Zu den Highlights zählen für mich Secretly, das atemberaubende Good Things Don't Always Come To You und eben jenes erwähnte Charlie Big Potatoe, das mit ähnlichen Spannungselementen wie seinerzeit Brazen daherkommt. Skins Stimme erreicht hier eine so gewaltige Präsenz, dass man fast meinen könnte, die Musikinstrumente würden ihrem Gesang folgen. Nur die Titel On My Hotel TV und The Skank Heads erinnern an die früheren, etwas brachial daherkommenden Songs. Aber die musikalische Weiterentwicklung der Band ist deutlich spürbar, so wirkt die CD in ihrer Gesamtheit doch viel professioneller und reifer als die Vorgänger. θ
Anfänglich war ich der Meinung, Skins Stimme komme erst bei kräftigen Melodien richtig zur Geltung, weil sie dabei eine ungeheure Dominanz und etwas Anklagendes hat. Dahingegen hat sie meiner Ansicht nach im unteren Drehzahlbereich, also bei langsamen Stücken, ein paar melodische Schwächen, die zuweilen nah am Gejammer sind. Diese Sichtweise musste ich seit den Songs You'll Follow Me Down und I'm Not Afraid revidieren. Beides sind wunderschöne Balladen. Vielleicht habe ich mich im Laufe der Zeit einfach an die kleinen Disharmonien in ihrer Stimme gewöhnt oder Skin hat ihr Repertoire erweitert. Wie auch immer, andere Sängerinnen hatten ebenso ihre als Markenzeichen ausgelegten phonetischen Eigenarten. Man erinnere sich nur an phänomenale Stimmen wie die von Alanis Morissette oder jene der Frontfrau der Cranberries, die leider viel zu früh verstorbene Dolores O’Riordan. Genauso könnte man bei Skins Gesang argumentieren.
2001 kam es überraschenderweise zur Auflösung der Band, was für mich und sicher auch viele andere Fans bedauerlich und schmerzlich war. Indirekt waren diese beiden genannten Balladen somit schon richtungsweisend auf Skins Soloalbum Fleshwounds, das im Jahr 2003 erschien. Es wirkte wie ein später kleiner Trost, aber es passte insofern, denn Fleshwounds besteht überwiegend aus schmerzerfüllten Liebesliedern um Enttäuschungen und Resignation. Da Skin sich laut eigener Aussage musikalisch von ihrer früheren Band distanzieren und in neue Richtungen gehen wollte, wird man trotz eindrucksvoller Gitarren- und Schlagzeugklänge einen krachigen Ohrwurm nach Skunk-Anansie-Manier hier vergebens suchen. Gelungen ist ihr dieser Wechsel dennoch allemal, obwohl man sich hin und wieder aufgrund besseren Wissens über ihr Stimmenpotential einen kleinen Ausraster-Song wünscht. Tolle Akzente setzen die Titel Faithfullness, Listen To Your Self sowie Lost (Without You) durch fließende Melodien und eingängigen Gesang. Zu langsam geraten empfinde ich Til Morning, der somit keinen guten Abschluss für die Scheibe bildet. Insgesamt liefert die CD erst nach einigen Durchläufen einen Hörgenuss und taugt für ruhige Stunden, am besten allein.
Skins zweites Soloalbum Fake Chemical State ist – nun ja – solide. Man muss das so hart sagen, denn echte Begeisterung kommt leider nicht auf. Das 2006 veröffentlichte Werk ist handwerklich gut, hält aber kaum Überraschungen parat. Einzig der flotte Eröffnungstrack Alone in my Room sowie die geschmeidig weiche Ballade nothing but wecken jeweils ein paar Emotionen. Andere Rezensionen sprachen von Achselzucken. Also gut, abhaken und nach vorn schauen. Oder doch noch mal ein Blick zurück, vielleicht ins Jahr 2000?
Wer Skin nochmals in lauterer Gangart und voller Bandbreite erleben möchte, dem sei der zweite Titel des Albums Iommi von Tony Iommi empfohlen. Als Ex-Black Sabbath-Mann und Grandseigneur des ausgefeilten Gitarrenspiels hat er hier ein paar Musikerkollegen aus der Rock- und Metalszene um sich versammelt und als Gastsänger eingesetzt. Dabei hat er wohl Skins Sonderstellung in dieser Musiksparte erkannt und nimmt es in Kauf, dass sie gesanglich einigen Herren den Schneid abkauft. Neben Namen wie Henry Rollins, Dave Grohl (Nirvana, Foo Fighters), Phil Anselmo (Panthera), Serj Tankian (System of a Down), Billy Corgan (Smashing Pumpkins), Peter Steele (Carnivore, Type O Negative) und Ozzy Osbourne (ebenfalls Black Sabbath) muss sich Skin als einzige Frau auf der CD keineswegs verstecken und liefert mit Meat sogar einen der besten Songs ab – einen richtigen Kracher.
Reunion und neuere Alben
Ich bleibe gespannt, was Skin uns noch beschert und wer's trotzdem nicht mag, der hört halt was anderes (Coldplay oder so...).
2009 kam dann die Wiedervereinigung, also die der Brit-Rocker Skin, Ace, Cass und Mark. Von Comeback oder gar Wiederauferstehung kann keine
Rede sein, denn ihre Musik war ja weiterhin präsent gewesen. Und wie das in der Schule nach den großen Sommerferien so ist, wurde erstmal das alte Material
abgerufen und ein wenig Neues eingestreut. Bei den Skunks erfolgte das mittels der Kompilation Smashes and Trashes.
Folglich hieß es (wie zu meiner Schulzeit) nicht "Hefte raus, Klassenarbeit!", sondern Kopfhörer auf - klasse Arbeit! Denn auf der Scheibe findet man neben
zwölf alten Ohrwürmern wie Charlie Big Poatatoe, Hedonism, Weak,
Brazen und (das bis hierhin unerwähnte geniale)
Charity auch drei neue Tracks namens
Tear the place up,
Because of you und
Squander.
Erstgenannter ist schnell, schrill, treibend und etwas punkig, somit ganz im bekannten Stil der Band, der zweite, Because of you,
ebenfalls in bester Band-Manier, kommt mit eingängigen Gitarrensounds und druckvollen Drums zu Skins variationsreicher Stimme.
Mit Squander haben die vier Musiker erneut unter Beweis gestellt, dass sie auch langsame Stücke fabrizieren können. Es muss nicht
immer krachen und Skin muss nicht immer schreien, die wunderschöne Melodie setzt sich nach dem ersten Hören sofort für den restlichen Tag im Kopf fest. Man möchte
und kann es immer wieder hören. Eines der besten Teile von Skunk Anansie in diesem gemäßigten Tempo. Besonders zu empfehlen ist hier der
Frankie Power Remix des Stücks.
Zu Charity (ursprünglich vom Album Paranoid & Sunburnt) sei an dieser Stelle (weil oben tatsächlich vergessen) noch gesagt,
dass der Song zu meinen absoluten Favorits der Band gehört. Das Wechselhafte von laut und leise, das überwältigende Schlagzeug und diese wirklich wütenden Vocals
sind wie aus einem Stück gegossen, die perfekte Symbiose. Also, sie arbeiten abermals zusammen und sie können es noch.☻
Im Jahr darauf (2010) erschien das vierte Studioalbum der Formation mit dem Namen Wonderlustre und 12 nagelneuen Liedern. Natürlich sind die Musiker längst Vollprofis und so ist dieses Werk de facto angelegt – abwechslungsreich und ohne Schwächen. Man gewöhnt sich an die routiniert hohe Qualität, mit dem Nebeneffekt, dass Überraschungsmomente eben seltener werden. Der Eröffnungstrack God loves only you steigert sich alsbald zu einem passablen Rocksong, darauf folgt schon das erwähnenswerte My ugly boy, obwohl ich dieses Lied wirklich nicht jeden Tag mag. Herausragend ist einmal mehr die Ballade You saved me, so wunderbar romantisch ist der Refrain. Dass die CD mit den beiden letzten Titeln etwas abbaut, trübt den Gesamteindruck nur minimal, denn man kam zuvor schon auf seine musikalischen Kosten.
Schon zwei Jahre später folgte mit Black Traffic das nächste Werk von SA. Der Einstieg gelingt mit
I will break you,
Sad Sad Sad und
Spit you out noch recht gut.
Dieses Dreiergespann von schnellen, trommellastigen Tracks weckte bei mir Erinnerungen an die Band Rebublica mit ihren Hits
Drop dead gorgeous und Ready to go.
Melodischer und deutlich ruhiger ist der vierte Titel
I Hope You Get To Meet Your Hero, unterstützt von klassischen Streichinstrumenten.
Aber die hatten die Skunks schon früher erfolgreich eingesetzt, zum Beispiel bei Infidelity und noch
effektvoller bei Brazen. Gesanglich gibt's nichts auszusetzen, aber abgesehen davon und den wechselnden Tempi der folgenden Songs
passiert danach ehrlicherweise nichts herausragendes mehr. Bis auf den hervorragend gelungenen Abschlusstrack
Diving Down, bei dem Skin nochmal ihre
gefühlvolle Seite zeigen kann, ist das Album insgesamt kein großer Wurf. Treten da etwa erste Ermüdungserscheinungen bei der Band auf, oder nur bei mir?
Klarheit darüber schaffte zu Jahresbeginn mein zweiter Konzertbesuch bei Skunk Anansie, diesmal in der Großen Freiheit 36 in Hamburg.
Skin jedenfalls hat noch immer eine unbändige Energie. Sie singt, sie lacht, sie springt, sie turnt und klettert auf und neben der Bühne um
und über die Zuhörer und zieht so die Menschenmenge mit ihrer überwältigenden Ausstrahlung und Stimme in Minuten in ihren Bann. Als Opener dient den vier Musikern ihr
Knaller-Song Yes it's fucking political. (Selbst das beste aller schlechten Handy-Videos, hier in
Graz 2011, kann weder die Atmosphäre noch den Sound adäquat wiedergeben.)
Gitarrist Ace ist offensichtlich ein Meister seines Instruments und Kollege Cass einfach ein cooler Typ, der stoisch seinen Part spielt. Drummer Mark muss eine Maschine
sein, denn was er da zwei Stunden leistet, ist Schwerstarbeit. Meine damalige Begleiterin war jedenfalls am Ende des Konzert leicht schockiert und hatte einen Tinitus.
Für den nächsten Besuch eines Live-Acts (Wiesbaden 2020?) der Band muss ich wohl jemand anderen finden.
Und man darf wohl konstatieren, dass die Band gerade wegen ihrer Live-Performance viele Fans dazugewonnen hat. SA zeigen eine beeindruckende
musikalische Darbietung, keine mit Schnick-Schnack überfrachtete Bühnenshow. Sie überzeugen mit Autentizität und Humor, wirken also nicht abgehoben. Sie haben einen hohen
Wiedererkennungswert und Skins Live-Gesang räumt auch alle Zweifel aus, wieviel Elektronik wohl zum Einsatz kommen muss.
Mit Anarchytecture wurde nun vier Jahre später im Jahr 2016 das sechste Studioalbum veröffentlicht. Das Werk ist selbstredend erneut eine Mischung aus rockigen und sanften Stücken. Zu Beginn darf gleich mindestens ein Fuß zu den treibenden Beats von Love someone else mitwippen. Im vierten Track wird es dann ruhiger und die Stimme trägt mühelos und ausdrucksstark die schwere Melancholie von Death to the lovers ins Ohr oder gar bis ins Herz. Damit wurde ein weiterer Meilenstein in meine Playliste gesetzt. Eine Extraportion Gänsehaut kann sich der geneigte Zuhörer noch in der Acoustic-Version abholen. Titel 5 kommt wieder mit fetten Drums und düsteren Gitarren, die am Anfang stark an I Was made for loving you von Kiss erinnert. Aber In the Back Room entwickelt seine eigene Dynamik hin zu discotauglichen Poprock. Abschließend soll hier noch Without you genannt sein, der in den Strophen intrumental sparsam bleibt, um die gesammelte Kraft im Refrain dann krachend zu entfalten. Insofern ein typischer Skunk-Song. Selbiges gilt für das gesamte Album – großartige Musik.
Das jüngste Album 25live@25 (2019) ist ein Best of, verteilt auf zwei CD's. Es enthält 25 Live-Aufnahmen aus 25 Jahren Bandgeschichte, daher der Name. Die Track-Liste ist vielversprechend und bei kaum einer anderen Band kann man so sicher sein, dass das funktioniert. Ob die Mitschnitte nun tatsächlich im Laufe der Jahre gesammelt wurden oder bei jüngeren Konzerten entstanden sind, ist letztendlich egal. Die Tonqualität ist hervorragend und die Songauswahl ist bis auf ein oder zwei Ausnahmen brilliant, aber das ist mehr Geschmackssache. Skin interpretiert einige der älteren Hits geringfügig anders, aktuelle Titel sind so nah an den Studioversionen, das ist schon fast erschreckend. Auch die obligatorischen Streichintrumente kommen zum Einsatz. Als Witziges Gimmick wurden ein paar Dialoge mit dem Publikum am Beginn oder Ende der Tracks mitveröffentlich, was zum einen die Atmosphäre lebendiger macht und nebenher noch ein Schmunzeln beim Hörer erzeugt. Ihr Bühnenpotential haben die Skuns damit dauerhaft eingefangen. Auch wenn dieses Panoptik natürlich kein echtes Konzerterlebnis ersetzen kann, ist es für eingefleischte Fans ein überwältigender Hörgenuss und damit ein Muss.
Diskographie
Paranoid & Sunburnt (1. Album 1995)
- 01. Selling Jesus
- 02. Intellectualise My Blackness
- 03. I Can Dream
- 04. Little Baby Swastikkka
- 05. All In The Name Of Pity
- 06. Charity
- 07. It Takes Blood & Guts To Be This Cool But...
- 08. Weak
- 09. And Here I Stand
- 10. 100 Ways To Be A Good Girl
- 11. Rise Up
Stoosh (2. Album 1996)
- 01. Yes It's Fucking Political
- 02. All I Want
- 03. She's My Heroine
- 04. Infidelity (Only You)
- 05. Hedonism (Just Because You Feel Good)
- 06. Twisted (everyday hurts)
- 07. We Love Your Apathy
- 08. Brazen (Weep)
- 09. Pickin On Me
- 10. Milk Is My Sugar
- 11. Glorious Pop Song
Post Orgasmic Chill (3. Album 1999)
- 01. Charlie Big Potato
- 02. On My Hotel T.V.
- 03. We Don't Need Who You Think You Are
- 04. Tracy's Flaw
- 05. The Skank Heads
- 06. Lately
- 07. Secretly
- 08. Good Things Don't Always Come To You
- 09. Cheap Honesty
- 10. You'll Follow Me Down
- 11. And This Is Nothing That I Thought I Had
- 12. I'm Not Afraid
Smashes and Trashes (Best of Album 2009)
- 01. Charlie Big Potato
- 02. I Can Dream
- 03. Hedonism (Just Because You Feel Good)
- 04. Tear the Place Up (New Track)
- 05. Weak
- 06. Secretly
- 07. Because of You (New Track)
- 08. All I Want
- 09. Brazen (Weep)
- 10. Twisted
- 11. Squander (New Track)
- 12. Lately
- 13. Selling Jesus
- 14. Charity
- 15. You'll Follow Me Down
Wonderlustre (4. Album 2010)
- 01. God Loves Only You
- 02. My Ugly Boy
- 03. Over The Love
- 04. Talk Too Much
- 05. The Sweetest Thing
- 06. It Doesn't Matter
- 07. You're Too Expensive
- 08. My Love Will Fall
- 09. You Saved Me
- 10. Feeling The Itch
- 11. You Can't Always Do What You Like
- 12. I Will Stay But You Should Leave
Black Traffic (5. Album 2012)
- 01. I Will Break You
- 02. Sad Sad Sad
- 03. Spit You Out (feat. Shaka Ponk)
- 04. I Hope You Get To Meet Your Hero
- 05. I Believed In You
- 06. Satisfied?
- 07. Our Summer Kills The Sun
- 08. Drowning
- 09. This Is Not A Game
- 10. Sticky Fingers In Your Honey
- 11. Diving Down
An Acoustic SA (Unplugged-Album 2013)
- (hier nicht berücksichtigt)
Anarchytecture (6. Album 2016)
- 01. Love Someone Else
- 02. Victim
- 03. Beauty Is Your Curse
- 04. Death To The Lovers
- 05. In The Back Room
- 06. Bullets
- 07. That Sinking Feeling
- 08. Without You
- 09. Suckers!
- 10. We Are The Flames
- 11. I'll Let You Down
25live@25 (Jubiläums-Album 2019)
- 01. Charlie Big Potato (Live)
- 02. Intellectualise My Blackness (Live)
- 03. Because Of You (Live)
- 04. I Can Dream (Live)
- 05. Charity (Live)
- 06. My Love Will Fall (Live)
- 07. Death To The Lovers (Live)
- 08. Twisted (Live)
- 09. My Ugly Boy (Live)
- 10. Weak (Live)
- 11. Hedonism (Live)
- 12. I Hope You Get To Meet Your Hero (Live)
- 13. Love Someone Else (Live)
- 14. This Is Not A Game (Live)
- 15. God Loves Only You (Live)
- 16. (Can’t Get By) Without You (Live)
- 17. Secretly (Live)
- 18. Over The Love (Live)
- 19. Spit You Out (Live)
- 20. Yes It’s Fucking Political (Live)
- 21. Selling Jesus (Live)
- 22. Little Baby Swastikkka (Live)
- 23. Tear The Place Up (Live)
- 24. Squander (Live)
- 25. You Saved Me (Live)
Fleshwounds (Skins 1. Solo-Album 2003)
- 01. faithfulness
- 02. trashed
- 03. don´t let me down
- 04. listen to yourself
- 05. lost without you
- 06. trouble with me
- 07. I´ll try
- 08. you made me red
- 09. as long as that´s true
- 10. burnt like you
- 11. til morning
- 12. faithfulness (vocal up)
Fake Chemical State (Skins 2. Album 2006)
- 01. alone in my room
- 02. shes on
- 03. movin
- 04. just let the sun
- 05. purple
- 06. dont need a reason
- 07. nothing but
- 08. take me on
- 09. fooling yourself
- 10. falling for you
My Best of (persönliche Liste)
- 01. Yes It’s Fucking Political
- 02. Charlie Big Potato
- 03. Because Of You
- 04. I Can Dream
- 05. Charity
- 06. Intellectualise My Blackness
- 07. Death To The Lovers
- 08. Twisted
- 09. Brazen (Weep)
- 10. Weak
- 11. Hedonism
- 12. I Hope You Get To Meet Your Hero
- 13. Love Someone Else
- 14. We Don't Need Who You Think You Are
- 15. Secretly
- 16. Good Things Don't Always Come To You
- 17. Selling Jesus (Live)
- 18. You'll Follow Me Down
- 19. I'm Not Afraid
- 20. Squander
- 21. You Saved Me
Nachtrag
Zum Abschluss dieser Renzension soll die jüngste Single-Veröffentlichung von Skunk Anansie
nicht fehlen. Ich dachte anfänglich, es sei eine neue Version des kurzen Intrumentalstücks
Suckers von Anarchytecture.
Es gibt große Ähnlichkeiten, ist aber nicht der selbe Song. Nun bitte erst die Nachbarn vorwarnen und dann die Luftgitarre auspacken zu:
This Means War. Ja, das macht Spaß.
Darf man etwa auf ein neues Album hoffen? Dann melde ich mich wieder... bis dahin kann das "Ester Egg" auf dieser Seite gesucht werden.